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	<title>Bahn von unten</title>
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		<title>Wir trauern um Hans-Gerd Öfinger!</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2021 17:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mitbegründer der Initiative „Bahn von unten“, Hans-Gerd Öfinger, ist am 26. März im Alter von 65 Jahren gestorben. Er starb an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung. Hans-Gerd war nicht nur Mitbegründer der Initiative, sondern auch langjähriger Kämpfer gegen die <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=1062">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mitbegründer der Initiative „Bahn von unten“,<br />
Hans-Gerd Öfinger, ist am 26. März im Alter von 65 Jahren gestorben.<br />
Er starb an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung.<br />
Hans-Gerd war nicht nur Mitbegründer der Initiative, sondern auch langjähriger Kämpfer gegen die Privatisierung und den Börsengang der Bahn.<br />
Mit seinen Ideen, seiner Ausdauer, seinem starken Engagement war er ein treibender Motor für die gesamte Initiative.</p>
<p><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC01647-Verkl.-3.jpg"><img src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC01647-Verkl.-3-252x300.jpg" alt="" title="DSC01647 Verkl. (3)" width="252" height="300" class="alignright size-medium wp-image-1063" /></a></p>
<p>Wir verlieren einen engagierten Börsengegner der Bahn der immer und überall bereit war, für Bahn von unten Gesicht zu zeigen. Bedacht, sorgsam, wirkungsvoll.<br />
Er wusste stets unaufgeregt zu berichten.<br />
Durch seine journalistische Tätigkeit gelang es ihm immer wieder unser Anliegen gegen den Börsengang in den Medien zu platzieren; und das nicht nur in Deutschland.<br />
Bei gewerkschaftlichen Demonstrationen und  Veranstaltungen stand Hans-Gerd immer in der ersten Reihe. Es gab keinen EVG-Gewerkschaftstag, bei dem Hans-Gerd nicht Flugblätter gegen den Börsengang verteilte.<br />
Er stellte die Weichen für den Film „Bahn unterm Hammer“.</p>
<p>Durch seine guten internationalen Kontakte stellte er Verbindungen zu den kämpfenden KollegInnen, insbesondere in Großbritannien und Frankreich, her. Den unermüdlichen bundesweiten und internationalen Einsatz gegen die Privatisierung der Bahnen führte er in mehreren Sprachen.  Dabei war er lebenslustig, tatkräftig und absolut zuverlässig.<br />
Er war ein aufrichtiger Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Frieden und sozialen Fortschritt. Hans-Gerd Öfinger zählte zu den profiliertesten Kritikern der neoliberalen Privatisierung von öffentlichen Aufgaben.</p>
<p>Wir verlieren einen engagierten Mitkämpfer der vielleicht zu selten Nein sagte, wenn er um etwas gebeten wurde. Der sich nie beklagte, nie den Kopf in den Sand steckte. Er war froh darüber, auf vielen verschiedenen Feldern Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>Wir verlieren einen Freund und Wegbegleiter.</p>
<p>Wir sind in tiefer Trauer und in Gedanken bei seiner Frau Maria Clara und seiner Tochter Rosa, den weiteren Angehörigen und engen Freunden.</p>
<p>Aber neben der Trauer empfinden wir Dankbarkeit für all die Zeit und all das Engagement.<br />
Für seinen Beitrag, den man gar nicht hoch genug würdigen kann.<br />
Wer Hans-Gerd kennenlernen durfte, hat seinen stets wachen Geist und einen sympathischen Menschen erlebt.</p>
<p>Wir werden ihn immer in bester Erinnerung behalten.</p>
<p>Im Namen der Kollegen und Kolleginnen: Alfred Lange, Maria Clara Roque-Öfinger, Hans-Dietrich Springhorn, Evelyn Winkler</p>
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		<title>Wir trauern um Uwe Larsen Röver</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Apr 2020 18:05:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Schockiert und tief betrübt haben wir erfahren, dass unser Freund und Kollege Uwe Larsen Röver gestorben ist. Uwe war ein aufrichtiger, kompetenter und konsequenter Kollege, mit dem wir über zwei Jahrzehnte zusammen arbeiteten. Er wohnte seit seiner Geburt in Halle <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=1045">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schockiert und tief betrübt haben wir erfahren, dass unser Freund und Kollege Uwe Larsen Röver gestorben ist. Uwe war ein aufrichtiger, kompetenter und konsequenter Kollege, mit dem wir über zwei Jahrzehnte zusammen arbeiteten. Er wohnte seit seiner Geburt in Halle (Saale), war seit 1990 bei der Deutschen Reichsbahn (DR) und seit 1994 bei der Deutschen Bahn AG (DB) beschäftigt, die meiste Zeit davon als Zugbegleiter/Kundenbetreuer im Nahverkehr.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> </span></span></span></p>
<div id="attachment_1047" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2020/04/UweLarsen.jpg"><img class="size-medium wp-image-1047" title="UweLarsen" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2020/04/UweLarsen-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Uwe Larsen Röver (1960-2020)</p></div>
<p>Als sich 2000 unsere Initiative „Bahn von unten“ bildete und vor dem angestrebten Börsengang der DB und einer zunehmenden Zerschlagung warnte, war bald auch Uwe dabei und brachte Erfahrung, Kompetenz und Engagement ein. Er formulierte Flugblätter und Veröffentlichungen und bereicherte die Diskussion enorm. In jenen Jahren war es in der damaligen Gewerkschaft Transnet nicht einfach, gegen den Börsengang einzutreten. Eine Troika aus dem Transnet-Vorsitzenden Norbert Hansen, DB-Chef Hartmut Mehdorn und Bundeskanzler Gerhard Schröder propagierte unentwegt die Privatisierung durch Börsengang als „alternativlos“ und rein finanztechnische Maßnahme, um der DB „frisches Kapital“ für die Sanierung der Infrastrktur zu beschaffen. Starken Applaus erhielt Schröder 2004 beim Transnet-Gewerkschaftstag, als er seine Rede mit den Worten beendete: „Norbert und ich haben früher die Revolution geplant, die wir heute gemeinsam verhindern müssen.“</p>
<p>Kritikern dieses Kurses machte der Gewerkschaftsapparat das Leben schwer. Ihnen wurde wahrheitswidrig vorgeworfen, den einheitlichen Bahnkonzern zu gefährden. Im Mai 2008 wurde Hansen mit dem Posten eines DB-Personalvorstands „belohnt“. Auch wenn der für Oktober 2008 anvisierte Börsengang nach dem Ausbruch der damaligen Weltwirtschaftskrise in letzter Sekunde abgeblasen wurde: Die Folgen dieser Orientierung auf einen Börsengang und Fixierung auf eine „positive Börsenstory“ zum Anlocken privater Investoren müssen die Kolleginnen und Kollegen bis zum heutigen Tage ausbaden.</span></span></span></p>
<p>Zunehmend erlebte Uwe im Alltag, dass die Privatisierung und Zerschlagung der Bahn im Gewande der „Regionalisierung“ und des zunehmenden Ausschreibungswettbewerbs voranschritt – zum Nachteil der Kolleginnen und Kollegen und der Kundschaft. Er gehörte 2002 zu den schärfsten Kritikern eines Ergänzungstarifvertrags für DB Regio, der vom „Wettbewerb“ diktiert war. Der vereinbarte Vertrag sah weniger Einkommen, längere Arbeitszeiten und weniger Urlaub vor und löste starke Proteste aus.</span></span></span></p>
<p>Die Arbeit in Wechselschicht und die zunehmende Verdrängung der DB Regio im Ausschreibungswettbewerb machten auch Uwe zu schaffen. In den letzten Jahren sprach er zunehmend davon, dass er sich angesichts einer angeschlagenen Gesundheit auf die vorzeitige Verrentung freue. Dies hätte er auch mehr als verdient. Nun wurde er mit gerade einmal 59 Jahren jäh aus dem Leben gerissen. Dies erinnert uns daran, wie hohl das bürgerliche Geschwätz ist, dass „wir alle länger leben“ und deshalb länger arbeiten müssten. Ein Drittel erreicht das Rentenalter gar nicht, ein Drittel erreicht es krank, und nur ein Drittel erfreut sich beim Renteneintritt noch einer relativ guten Gesundheit.</span></span></span></p>
<p>Uwe war bei seinen Abstechern in den Westen bei uns in Wiesbaden ein regelmäßiger und sehr gern gesehener Gast. Bei einer Flasche Saale-Unstrut-Wein unterhielten wir uns stets angeregt und detailliert über den betrieblichen Alltag, aber auch über die politische Lage und über „Gott und die Welt“. Er war in der Erinnerung vieler Kolleginnen und Kollegen ein engagierter Betriebsrat und ein ruhiger, hilfsbereiter, herzlicher und überzeugender Mensch, hatte Charisma und viel Lebensfreude. Er wird uns sehr fehlen.</span></span></span></p>
<p>Unser aufrichtiges Beileid gilt allen Angehörigen und Hinterbliebenen. Wir werden uns von ihm nach dem Ende des Corona-Ausnahmezustands in würdiger Form verabschieden, in seinem Sinne weiter kämpfen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.</span></span></span></p>
<p>&#8220;Die Schwachen kämpfen nicht. Die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang. Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre. Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich.“ (Bertolt Brecht)</span></span></span></p>
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		<title>Arriva-Deal: DB will Tochter verkaufen &#8211; britische Gewerkschafter fordern Wiederverstaatlichung</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2019 08:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Züge von Arriva im Bahnhof Haggerston in London: Das Unternehmen betreibt eine der Linien der S-Bahn in der britischen Hauptstadt. Foto: Deutsche Bahn AG/DB Arriva In der vergangenen Woche hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn (DB) den Vorstand aufgefordert, bis <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=1021">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div><img id="yiv0090827283img195437" src="https://ecp.yusercontent.com/mail?url=https%3A%2F%2Fwww.neues-deutschland.de%2Fimg%2F320%2F195437&amp;t=1554366098&amp;ymreqid=8d575d70-c4d4-7aff-2f79-59003b010000&amp;sig=ADOri2KBgO68oJjlORP_NQ--~C" alt="Züge von Arriva im Bahnhof Haggerston in London: Das             Unternehmen betreibt eine der Linien der S-Bahn in der             britischen Hauptstadt." /></div>
<div><em>Züge von Arriva im Bahnhof Haggerston in               London: Das Unternehmen betreibt eine der Linien der               S-Bahn in der britischen Hauptstadt.</em><em> Foto: Deutsche Bahn AG/DB Arriva</em></div>
<p><em> </em></p>
</div>
<p>In der vergangenen Woche hat der Aufsichtsrat der Deutschen         Bahn (DB) den Vorstand aufgefordert, bis September verschiedene         Verkaufsoptionen für das Tochterunternehmen Arriva zu prüfen und         eine Beschlussvorlage auszuarbeiten. Infrage kommt dabei ein         teilweiser oder vollständiger Verkauf an einen oder mehrere         Bieter, ebenso wie ein Börsengang. Insider hoffen auf einen         Verkaufserlös von bis zu vier Milliarden Euro. Damit sollen die         Eigenkapitaldecke des DB-Konzerns gestärkt und dringend         benötigte Gelder für die Sanierung der Infrastruktur und neue         Fahrzeuge beschafft werden.</p>
<p>Die an den Tag gelegte Eile dürfte vor allem von finanziellen         Sachzwängen diktiert sein. 1994 war die aus den Staatsbahnen         Bundesbahn (West) und Reichsbahn (Ost) hervorgegangene Deutsche         Bahn AG schuldenfrei gestartet. Inzwischen hat der DB-Konzern         einen Schuldenberg von über 19,5 Milliarden Euro angehäuft. Dazu         trug die weltweite Expansionsstrategie der Konzernspitze         wesentlich bei. Seit der Jahrtausendwende setzte der damalige         Bahnchef Hartmut Mehdorn darauf, durch ehrgeizige Aufkäufe das         Staatsunternehmen zum weltumspannenden Global Player der         Logistik- und Verkehrsbranche umzukrempeln. Damit einher gingen         eine Vernachlässigung der traditionellen Hausaufgaben der DB in         ihrem Stammland und insbesondere ein Rückzug des         Schienengüterverkehrs aus der Fläche. Ähnlich setzten auch         andere Staatsbahnen in Europa auf internationale Expansion.</p>
<p>2010 erwarb die Deutsche Bahn unter Mehdorns Nachfolger Rüdiger       Grube die britische Arriva-Gruppe für einen Kaufpreis von 2,7       Milliarden Euro. Grube erhoffte sich davon eine »Stärkung der       Marktposition in Europa«. Arriva war mit der Privatisierung des       britischen Bahn- und Busverkehrs seit den 1990er Jahren richtig       groß geworden und betreibt nach jahrelangen Aufkäufen heute mit       rund 45 000 Beschäftigten in 14 Ländern Europas Bahn- und       Busgesellschaften. Aus kartellrechtlichen Gründen musste die DB       die deutschen Arriva-Töchter bei der Übernahme an ein Konsortium       aus der italienischen Staatsbahn Ferrovie dello Stato und dem       französisch-luxemburgischen Infrastrukturfonds Cube Infrastructure       verkaufen; sie firmieren seither unter der Bezeichnung Netinera.</p>
<p>Ein Nutznießer der Arriva-Übernahme war der Investmentbanker         Alexander Doll, der damals zum engsten Beraterkreis der DB         gehörte und die Transaktion mit arrangierte. Er wechselte Ende         2017 von der Barclays Bank in den DB-Vorstand und ist dort         seither für Finanzen, Güterverkehr und Logistik zuständig. Damit         ist Doll auch beim anstehenden Arriva-Verkauf wieder         maßgeblicher Akteur.</p>
<p>Während Bundesrechnungshof, Politiker unterschiedlicher Couleur         und auch die deutsche Lokführergewerkschaft GDL einen         Arriva-Verkauf an wen auch immer unterstützen, schlägt die         britische Bahn- und Verkehrsgewerkschaft RMT Alarm. Sie hat mit         Arriva-Bahntöchtern wie Northern, Cross Country, Chiltern,         London Overground oder Grand Central große Konflikte         ausgefochten, kritisiert die Unternehmenspolitik der DB scharf         und lehnt gleichzeitig einen Verkauf an einen privaten Konzern         oder Finanzinvestor ab. »Es darf nicht sein, dass Tausende         Arbeitsplätze bei britischen Bahnen in der Schwebe hängen, weil         alle Welt auf einen Vorstandsbeschluss aus der Berliner         DB-Zentrale wartet«, bringt es RMT-Generalsekretär Mick Cash auf         den Punkt. Der Gewerkschafter fordert die Überführung sämtlicher         britischer Unternehmensteile von Arriva in öffentliches Eigentum         und sieht darin die einzig sinnvolle Alternative zu einer         »schmutzigen Spekulation, bei der unsere Zukunft hinter         verschlossenen Türen im Interesse des Finanzkapitals und nicht         der britischen Bahnpassagiere zerstückelt wird«.</p>
<p>Cash und seine Mitstreiter vertreten damit die Interessen einer         Mehrheit der Bevölkerung, die nach leidvollen Erfahrungen im         Mutterland der Bahnprivatisierung eine Wiederverstaatlichung des         fragmentierten Eisenbahnwesens auf der Insel unterstützt.         Spannend könnte es werden, falls nach möglichen Neuwahlen         Labour-Chef Jeremy Corbyn in London an die Regierung käme und         unter starkem Druck stünde, die in seinem Programm geforderte         Wiederverstaatlichung der Bahnen tatsächlich anzupacken.</p>
<p>Die Position der RMT stößt auch bei deutschen Aktivisten auf         Zustimmung. »Im Einklang mit britischen Gewerkschaften muss ein         Verkauf an private Investoren verhindert werden«, erklärt         Bernhard Knierim vom privatisierungskritischen Bündnis »Bahn für         Alle« gegenüber »nd«. Die Zukunft von Arriva und eine bessere         europaweite Zusammenarbeit gegen die Bahnprivatisierung waren         Thema beim jüngsten Treffen des Bündnisses am vergangenen         Wochenende in Göttingen. »Das Engagement für eine gemeinnützige         Bahn in öffentlicher Hand ist international«, so Knierim.  <em> Autor: Hans-Gerd Öfinger</em></p>
<div>
<p><strong>Lexikon</strong></p>
<p>Die DB-Tochter Arriva mit Sitz im  nordenglischen Sunderland hat rund 62.000 Beschäftigte und führt  jährlich 2,4 Milliarden Passagierfahrten durch.</p>
</div>
<div>
<p>Aktuell besteht sie aus drei Sparten: Arriva UK Bus ist in weiten  Teilen Großbritanniens aktiv und gehört zu den größten Betreibern von  Buslinien im Fern- und Nahverkehr im Land. Arriva UK Trains ist vor  allem in Wales, Nordengland und im Großraum London im Regional- und  Nahverkehr auf der Schiene aktiv. Die größte Sparte ist Arriva Mainland  Europe. Sie umfasst alle anderen DB-Aktivitäten im Bereich  Personenverkehr auf Schiene und Straße in Europa. Betrieben werden  Strecken in 13 Ländern von Schweden bis Portugal sowie von den  Niederlanden bis Serbien. <em>nd</em></p>
</div>
<p>Quelle: Tageszeitung <em>neues deutschland</em>.  <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.neues-deutschland.de/artikel/1116005.arriva-deutsche-bahn-verkauft-tochter.html" target="_blank">www.neues-deutschland.de/artikel/1116005.arriva-deutsche-bahn-verkauft-tochter.html</a></p>
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		<item>
		<title>Sei nicht wie Regine: Stoppt die drohende Zerschlagung der S-Bahn Berlin!</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2019 11:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[EVG]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag, 30. März 2019,  waren ca. 50 Kolleginnen und Kollegen der Berliner S-Bahn dem kurzfristigen Aufruf der EVG gefolgt, die Berliner SPD auf ihren Landesparteitag an ihren Beschluss vom Vorjahr zu erinnern und um Unterstützung zu werben: Keine Zerschlagung <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=997">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/Alex09.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1001" title="Alex09" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/Alex09-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></div>
<div>Am Samstag, 30. März 2019,  waren ca. 50 Kolleginnen und Kollegen der Berliner S-Bahn dem  kurzfristigen <a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/Infoflyer-S-Bahn.pdf" target="_blank">Aufruf der EVG</a> gefolgt, die Berliner SPD auf ihren Landesparteitag an ihren  Beschluss vom Vorjahr zu erinnern und um Unterstützung zu werben: Keine Zerschlagung der S-Bahn! Anlass der Aktion waren die brandaktuellen Informationen aus der Senatsverwaltung, welche wenige Tage zuvor öffentlich wurden. Demnach möchte Verkehrssenatorin Günther die S-Bahn endgültig aufteilen und die  Werke ausschreiben. Mit dieser Privatisierung wären viele Arbeitsplätze gefährdet. &#8220;Keine  geteilte S-Bahn in einer vereinten Stadt!&#8221;- so unsere Parole.<br />
Das Ergebnis unserer Aktion: Ein Initiativantrag wurde auf  dem Parteitag eingebracht, welcher nicht nur den Inhalt des Vorjahres bekräftigte,  sondern die neuen Pläne sogar ablehnte. Dieser Antrag wurde einstimmig  angenommen.<a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/04/Regine.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1008" title="Regine" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/04/Regine-280x300.jpg" alt="" width="280" height="300" /></a></div>
<div>Vor Ort kam es zu einer  spontanen Solidarisierung mit Kolleginnen  und Kollegen von ver.di, welche auf die Missstände bei der  Charité  aufmerksam machten.</div>
<div>Doch der S-Bahn-Krimi geht weiter. <a title="Sei nicht wie Regine" href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/04/Regine.pdf">Siehe Flyer</a>. <strong>Wir rufen auf zum </strong></div>
<div>
<ul>
<li><strong>Protest vor der Landesdelegiertenkonferenz der Berliner Grünen<br />
</strong></li>
<li><strong>am Samstag, 6. April 2019,<br />
</strong></li>
<li><strong>vor dem Tagungswerk, Lindenstraße 85, 10969 Berlin. </strong></li>
</ul>
</div>
<div>Robert Seifert</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Zerschlagung der S-Bahn-Berlin!</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2019 09:19:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen die drohende Zerschlagung der S-Bahn Berlin läuft am Samstag, 30. März 2019, ab 8 Uhr eine Protestaktion der EVG-Betriebsgruppe am Berliner Alexanderplatz. Betroffene Kolleginnen und Kollegen wehren sich gegen Pläne der Verkehrssenatorin Günter, die S-Bahn endgültig aufzuteilen und die <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=977">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/sbahn4.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-983" title="sbahn4" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/sbahn4.jpg" alt="" width="163" height="135" /></a>Gegen die drohende Zerschlagung der S-Bahn Berlin läuft am <strong>Samstag, 30. März 2019, ab 8 Uhr eine Protestaktion der EVG-Betriebsgruppe am Berliner Alexanderplatz</strong>. Betroffene Kolleginnen und Kollegen wehren sich gegen Pläne der Verkehrssenatorin Günter, die S-Bahn endgültig aufzuteilen und die Werke auszuschreiben. Es ist unsere Zukunft! Es sind unsere Arbeitsplätze! Keine geteilte S-Bahn in einer vereinten Stadt!</p>
<p>Hier der <a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/Infoflyer-S-Bahn.pdf" target="_blank">Flyer der EVG-Betriebsgruppe mit näheren Angaben</a>!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>EVG Rheinland-Pfalz gegen Militarisierung und Kriegsvorbereitung bei DB Cargo</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2019 08:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[EVG]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, DB Cargo, transportiert auch Rüstungsgüter. Dagegen stellte sich nach »nd«-Recherchen nun die alljährliche Wahlkreiskonferenz der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Rheinland-Pfalz. Mitte vergangener Woche verabschiedete die Konferenz in Ingelheim am Rhein mit klarer Mehrheit den von <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=965">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/trainspotters31.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-972" title="trainspotters3" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2019/03/trainspotters31-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, DB Cargo, transportiert  auch Rüstungsgüter. Dagegen stellte sich nach »nd«-Recherchen nun die  alljährliche Wahlkreiskonferenz der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft  (EVG) Rheinland-Pfalz. Mitte vergangener Woche verabschiedete die  Konferenz in Ingelheim am Rhein mit klarer Mehrheit den von 23  Delegierten unterzeichneten und eingebrachten Initiativantrag »EVG gegen  Militarisierung und Kriegsvorbereitung bei der Deutschen Bahn«.</p>
<p>Dieser Beschluss enthält eine Aufforderung an die gewerkschaftlichen  Gremien, »sich gegen die im Rahmenfrachtvertrag zwischen der Deutschen  Bahn und der Bundeswehr vereinbarten Kriegsvorbereitungen (&#8230;) durch  die Deutsche Bahn zu positionieren«. Bundestagsabgeordnete aus den  Reihen der EVG- und anderer DGB-Gewerkschaften werden aufgefordert, den  Rahmenfrachtvertrag »in den parlamentarischen Gremien zu thematisieren  und die Umsetzung zu verhindern«. Zudem werden die Betriebsräte und  gewerkschaftlichen Vertrauensleute aufgefordert, »aufzuklären und zu  mobilisieren, sich dieser Militarisierung zu verweigern«, so der  Wortlaut.</p>
<p>Der Ende 2018 abgeschlossene Rahmenfrachtvertrag für internationalen  Schienenverkehr zwischen der Deutschen Bahn und der Bundeswehr sieht  vor, binnen weniger Tage Panzer und Container mit Rüstungsgütern aus  Deutschland nach Litauen und somit an die Grenze zu Russland zu  verlegen. Laut Bundesverteidigungsministerium hält DB Cargo 300 Waggons  und Lokomotiven vor, um damit jährlich mehr als 1300 Transporte  durchzuführen. Insgesamt sollen dieses Jahr etwa 9700 Soldaten, 150  Kettenfahrzeuge, 3300 Radfahrzeuge, 1500 Anhänger und 1370 Container  nach Osten verlegt werden, ein großer Teil davon auf der Schiene.  Unternehmen der polnischen und litauischen Staatsbahnen wurden als  Subunternehmen verpflichtet. Dass diesen Transporten oberste Priorität  eingeräumt wird und somit Vorrang vor dem Personenverkehr, könnte in der  ohnehin schon angespannten Lage mit vielen überlasteten  Streckenabschnitten Verzögerungen bei Zügen des Personennah- und  Fernverkehrs auslösen.</p>
<p>»Diese Vorbereitungen für einen militärischen Aufmarsch gen  Osten sind politisch eine gefährliche Entwicklung und tragen zur  weiteren Vertiefung der Konfrontation mit Russland bei«, heißt es in der  Antragsbegründung. »Die Deutsche Bahn begibt sich damit in die  Tradition ihrer Rechtsvorgänger vor dem 1. und 2. Weltkrieg.« Nach der  Kündigung des INF-Abrüstungsabkommens durch US-Präsident Donald Trump  seien »solche Kriegsspiele fahrlässig«, heißt es in der Begründung des  Beschluss weiter.</p>
<p>Antragsstellerin Evelyn Winkler  verlangte in Anlehnung an die Umweltaktivistin Greta Thunberg von ihrer  Gewerkschaft den »Mut, auch Dinge zu sagen, die viele nicht wahrhaben  wollen«.</p>
<p>Sie erinnerte daran, dass der EVG-Gewerkschaftstag im November 2017  feierlich das Ergebnis einer langjährigen wissenschaftlichen Arbeit über  den Widerstand von Eisenbahnern in der Zeit von 1933 bis 1945  präsentiert habe. »Wenn dieses Buch nicht nur für Historiker und die  Regale hergestellt worden sein soll, dann heißt dies für uns  Gewerkschafter heute, die richtigen Lehren daraus zu ziehen«, so ihre  Aufforderung. »Wir dürfen unsere Arbeitskraft und unser Fachwissen eben  nicht für kriegerische Aufmarschpläne und Auseinandersetzungen zur  Verfügung stellen, sondern ausschließlich für Frieden und Wohlstand  aller Menschen«, erklärte Winkler. »Wir wollen  mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagern, aber nicht Panzer  und Kanonen«, so die Gewerkschafterin. »Anstatt den Militärhaushalt auf  zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts aufzustocken, sollte dieses Geld  in eine vernünftige Verkehrspolitik gesteckt werden«, verlangte sie und  verwies auf Artikel 26 Grundgesetz, der die Vorbereitung und Führung  eines Angriffskrieges für verfassungswidrig erklärt.</p>
<p>Adressat des Beschlusses ist der EVG-Bundesvorstand. Der  SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert, der neben seinem Mandat auch  dem Geschäftsführenden EVG-Vorstand angehört, hatte sich jüngst in einem  Schreiben an ein EVG-Mitglied zu Artikel 26 bekannt und zugesagt, er  werde »in diesem Sinne ein waches und kritisches Auge auf militärische  Entwicklungen in unserem Land haben.«</p>
<p>Quelle: <a title="EVG Rheinland-Pfalz kritisiert Truppentransporte" href="https://www.neues-deutschland.de/artikel/1115471.gewerkschafter-gegen-ruestungstransporte-nicht-alles-soll-auf-die-schiene.html" target="_blank">Tageszeitung neues deutschland vom 28. März 2019</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Nachfolgend der Beschluss im Wortlaut:</strong></p>
<p>Initiativantrag Nr. 1 an die Wahlkreiskonferenz Rheinland-Pfalz</p>
<p><strong>Antragsteller/in: Evelyn Winkler</strong></p>
<p><strong>EVG gegen Militarisierung und Kriegsvorbereitung bei der Deutschen Bahn</strong></p>
<p><strong>Die Delegierten der Wahlkreiskonferenz Rheinland-Pfalz beschließen</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>die EVG-Gremien zu beauftragen,</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<ul>
<li><strong>sich gegen die in dem Rahmenfrachtvertrag zwischen der Deutschen Bahn und der Bundeswehr vereinbarten Kriegsvorbereitungen bei und durch die Deutsche Bahn zu positionieren und ihre Mitglieder entsprechend zu informieren und zu mobilisieren.</strong></li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<ul>
<li><strong>die EVG- und DGB-Parlamentarier im Bundestag aufzufordern, in den parlamentarischen Gremien diesen Vertrag zu thematisieren und die Umsetzung zu verhindern.</strong></li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<ul>
<li><strong>ihre Betriebsräte und Vertrauenspersonen aufzuklären und zu mobilisieren, sich dieser Militarisierung zu verweigern.</strong></li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<p><em>Begründung:</em></p>
<p>Der Rahmenfrachtvertrag für internationalen Schienenverkehr zwischen der Deutschen Bahn und der Bundeswehr vom Dezember 2018 sieht vor, binnen weniger Tage vorrangig vor allen anderen Verkehren Panzer und Container mit Rüstungsgütern aus Deutschland an die russische Grenze zu verlegen. Lt. Bundesverteigungsministerium hält die DB Cargo AG 300 Waggons und Lokomotiven vor, um damit jährlich mehr als 1.300 Transporte durchzuführen. Insgesamt sollen in 2019 etwa 9.700 Soldaten, 150 Kettenfahrzeuge, 3.300 Radfahrzeuge, 1.500 Anhänger und 1.370 Container Richtung Osten verlegt werden. Ein großer Teil davon auf der Schiene. Diese Transporte erhalten dafür die oberste Priorität, also noch vor jeglichem Personenverkehr. Pro Tag und Richtung werden von der DB für zwei Tarnsporte Gleistrassen freigehalten. Unternehmen der polnischen und litauischen Staatsbahn werden als Subunternehmen verpflichtet.</p>
<p>Diese Vorbereitungen für einen militärischen Aufmarsch gen Osten ist politisch eine gefährliche Entwicklung und trägt zur weiteren Vertiefung der Konfrontation mit Russland bei.</p>
<p>Die Deutsche Bahn begibt sich damit in die Tradition ihrer Rechtsvorgänger vor dem 1. und 2. Weltkrieg. In einer Zeit, in der der INF-Vertrag gekündigt wurde, sind solche Kriegsspiele zumindest fahrlässig und für Zentral-Europa existenziell.</p>
<p>Auf dem 2. Ordentlichen Gewerkschaftstag der EVG im November 2017 wurde feierlich das Ergebnis einer langjährigen wissenschaftlichen Arbeit über den Widerstand von Eisenbahngewerkschaftern in der Zeit von 1933 – 1945 vorgestellt. Wenn dieses Buch nicht nur für Historiker und die Regale hergestellt worden sein soll, dann heißt dies für uns Gewerkschafter heute, die richtigen Lehren daraus zu ziehen.</p>
<p>Wir, als Eisenbahner und Eisenbahnerinnen, stellen unsere Arbeitskraft und unser fachliches Wissen eben nicht für kriegerische Aufmarschpläne und Auseinandersetzungen zur Verfügung, sondern ausschließlich für Frieden und Wohlstand aller Menschen.</p>
<p>Wir wollen zwar mehr Güter von der Straße auf die Schiene, aber nicht durch Panzer und Kanonen.</p>
<p>Anstatt den Militärhaushalt auf 2% des BIP zu erhöhen, sollte dieses Geld in eine vernünftige Verkehrspolitik gesteckt werden.</p>
<p>Zitat Martin Burkert, MdB (SPD) und EVG-Vorstand: „<em>Der Hinweis auf unser GG Art. 26, Abs. 1 ist für mich Verpflichtung und Auftrag im Rahmen meiner politischen Tätigkeit.<br />
In diesem Sinne, …., werde auch ich ein waches und kritisches Auge auf militärische Entwicklungen in unserem Land haben.“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Ein waches und kritisches Auge ist das eine. Entsprechend zu handeln das andere. Lasst uns gemeinsam handeln, entsprechend dem Grundgesetz und unseren gewerkschaftlichen Grundüberzeugungen.</p>
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		<title>Grubes Abtritt &#8211; Chance für einen radikalen Neustart</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 09:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Stell dir vor, der Bahnchef haut ab und kein Eisenbahner merkt etwas: Trotz der Fahnenflucht von Konzernchef Rüdiger Grube und der subsequenten Führungskrise im Bahntower rollen die Züge weiter. Während die »Häuptlinge« ratlos sind, gehen die »Indianer« im Betriebsdienst ihrer <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=952">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stell dir vor, der Bahnchef haut ab und kein Eisenbahner merkt etwas:  Trotz der Fahnenflucht von Konzernchef Rüdiger Grube und der  subsequenten Führungskrise im Bahntower rollen die Züge weiter. Während  die »Häuptlinge« ratlos sind, gehen die »Indianer« im Betriebsdienst  ihrer Arbeit nach. Ein Hinweis darauf, dass es letztlich nicht auf  abgehobene Manager mit Millionengehältern ankommt, sondern auf  Sachverstand, Flexibilität, Erfahrung und Engagement der Fachleute an  der Basis.</p>
<p>Grubes Abtritt und das Vakuum an der Konzernspitze bieten darüber  hinaus die Chance eines Bruches mit der Vergangenheit, zu einem echten  Neuanfang. Nicht die Frage nach dem neuen Kopf sollte im Mittelpunkt  stehen, sondern eine schonungslose Bilanzierung des Zustands von Bahn  und Verkehrspolitik. 23 Jahre Bahnreform, Liberalisierung,  Privatisierung, Filetierung und Rosinenpickerei haben tiefe Spuren  hinterlassen. Vollmundige Versprechen gingen nicht auf. Der Anteil der  Schiene am gesamten Verkehrsaufkommen stagniert.</p>
<p>Grube stand für Renditestreben und einen angestrebten Börsengang. Das  Gemeinwohl kam unter die Räder, die Infrastruktur leidet unter einem  Investitionsstau. Grube stand für überflüssige Prestigeprojekte wie  Stuttgart 21 und für einen »Weltkonzern« DB, der sich bei seinen  Einkaufstouren mehr und mehr vom Kerngeschäft des einheimischen  Schienenverkehrs verabschiedet. Er stand für den anhaltenden Kahlschlag  bei den Arbeitsplätzen und den Rückzug der Güterbahn DB Cargo aus der  Fläche. Die Wut der Beschäftigten steigt.</p>
<p>Grubes Abtritt könnte so die Stunde für einen Schulterschluss der  Gewerkschaften und Betriebsräte sein, um gerade im Wahljahr 2017 einen  Kurswechsel im Interesse von Beschäftigten, Kunden, Flächenbahn,  Gemeinwohl und Umwelt einzufordern. Schließlich gehört die DB noch zu  100 Prozent dem Bund. Doch die DGB-Gewerkschaft EVG geht schweigend auf  Tauchstation. Die Lokführergewerkschaft GDL bringt währenddessen einen  alten Ladenhüter ins Gespräch: die Abtrennung der  Infrastrukturunternehmen vom DB-Konzern. Damit verfolgt sie das britische Modell der  Bahnprivatisierung: Infrastruktur in öffentlicher  Trägerschaft, der Rest privat. Britische Gewerkschaften und die  Bevölkerung sehen das anders und fordern nach leidvollen Erfahrungen die  Wiederverstaatlichung und eine Zusammenführung des fragmentierten  Eisenbahnwesens.</p>
<p>Statt abgehobener Juristen, Betriebswirte, Luftfahrt- und Automanager  braucht die DB wieder Eisenbahnfachleute an ihrer Spitze. Infrastruktur  und Betrieb gehören zusammen, in öffentliche Hand und unter  demokratische, transparente Kontrolle. Statt Profitorientierung und  Verdrängungswettbewerb brauchen wir die Vereinigten Staatsbahnen von  Europa.</p>
<p>Hans-Gerd Öfinger</p>
<p><a href="https://www.neues-deutschland.de/artikel/1040647.vereinigte-staatsbahnen.html" target="_blank">Erstveröffentlichung</a></p>
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		<title>Besuch in Frankreich: „Drei Tage Generalstreik und die Gesetze wären weg“</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 19:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil wir es satt waren, dass die Vorstände deutscher Gewerkschaften keinerlei Solidarität mit der aktuellen französischen Streikbewegung gegen arbeiterfeindliche Gesetze zeigen, entschlossen wir uns zum Besuch bei streikenden KollegInnen der französischen Eisenbahn SNCF. Paris ist für einen Tagesbesuch zu weit <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=922">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/sudG_8728.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-927" title="sudG_8728" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/sudG_8728-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Weil wir es satt waren, dass die Vorstände deutscher Gewerkschaften keinerlei Solidarität mit der aktuellen französischen Streikbewegung gegen arbeiterfeindliche Gesetze zeigen, entschlossen wir uns zum Besuch bei streikenden KollegInnen der französischen Eisenbahn SNCF. Paris ist für einen Tagesbesuch zu weit entfernt. Daher entschieden wir uns für Ostfrankreich. KollegInnen der linken Basisgewerkschaft SUD Rail in Paris vermittelten uns Kontakt zu den Streikenden in Nancy (Lothringen). Das liegt etwa drei Autostunden von Stuttgart oder Frankfurt entfernt. Auto war in diesem Fall in der Tat sicherer, weil die Bahn SNCF ja bestreikt wird und wir keine eventuellen Streikbrecherzüge benutzen wollten.</span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Bei der Fahrt durch Ostfrankreich am frühen Morgen deutete zunächst nichts auf die Streikbewegung hin. Viele Tagespendler aus dem Elsass in Richtung Karlsruhe kamen uns entgegen. In französischen Radiosendern wurde derweil kräftig Stimmung gegen die Streiks bei der Bahn, in Häfen, bei Kraftwerken, Raffinerien und anderswo gemacht. Regierungsmitglieder riefen zum Abbruch der Streiks auf, weil im Rahmen der Flutkatastrophe im Raum Paris die Seine und andere Flüsse über die Ufer getreten waren. Ein Sprecher des Bauernverbandes antwortete prompt: Nicht die Streikenden sind schuld an den Überschwemmungen, sondern die zunehmende Versiegelung der Landschaft. <a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/IMG_8764.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-945" title="IMG_8764" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/IMG_8764-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">In Nancy angekommen fanden wir nach der Wegbeschreibung schließlich die streikenden EisenbahnerInnen. Sie hatten sich unter einem großen Viadukt unweit des Hauptbahnhofs versammelt und waren sehr erfreut darüber, dass wir zu dritt aus Deutschland angereist waren, um uns zu solidarisieren. Brennende Autoreifen, Nebelkerzen und Böller – sie gehören zu jedem ordentlichen Streik in Frankreich – waren unübersehbar und unüberhörbar. Sofort waren wir in viele Gespräche verwickelt. </span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/asamble.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-937" title="asamble" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/asamble-300x152.jpg" alt="" width="300" height="152" /></a>Wenig später gingen wir zusammen mit den KollegInnen in die Kantine, wo die Streikversammlung stattfand. Wie jeden Werktag seit Streikbeginn versammelten sich die Streikenden, hörten von den Vertretern der drei am Streik beteiligten Gewerkschaften CGT, SUD Rail und FO aktuelle Informationen und stimmten einmütig ab, der Streik für weitere 24 Stunden fortzusetzen. Ein Beispiel gelebter Demokratie. Unsere Grußworte wurden mit Interesse und Beifall aufgenommen. </span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Zurück unter dem Viadukt setzten wir die Gespräche beim Imbiss aus dem Streikgrill fort. Eindrucksvoll war für uns, dass die Mitglieder der drei konkurrierenden linken Richtungsgewerkschaften, die die Mehrheit der SNCF-Belegschaft hinter sich haben, Schulter an Schulter kämpfen. Die gemäßigte, sozialdemokratische und immer weiter nach rechts tendierende Gewerkschaft CFDT unterstützt den Streik nicht. Die französische Lokführergewerkschaft FGAAC hat sich mit der CFDT vereinigt und ist ebenfalls gegen den Streik. Zwei der vier Mitglieder von FGAAC in Lothringen seien aber aktiv am Streik beteiligt, berichteten uns die KollegInnen.<a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/SUD_8899.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-925" title="SUD_8899" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/SUD_8899-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Anders als bei offiziellen Streiks in Deutschland gibt es für die Streikenden in Frankreich keine Streikgelder. Das bedeutet: Streiken ist kein Zuckerschlecken, sondern ein großes Opfer. „Ich verliere hier vielleicht 80 Euro am Tag. Aber wenn sich die Regierung durchsetzt, dann verliere ich für den Rest meines Arbeitslebens 200 Euro im Monat“, bringt es ein Kollege auf den Punkt. Viele Streikende sind in keiner Gewerkschaft organisiert, stehen aber genau so solidarisch bei den Streikposten wie die Organisierten und die ehrenamtlichen Funktionäre der örtlichen Gewerkschaftsgliederungen. Im Hauptbahnhof Nancy springt die gähnende Leere ins Auge. 80 Prozent der Züge in Lothringen fallen streikbedingt aus. Aus Strasbourg wurden Streikbrecher herangekarrt, um einige Verbindungen aufrecht zu erhalten.</span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/SUD8711.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-926" title="SUD8711" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/SUD8711-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Ein Problem, das uns auffällt: Die Streikenden sind hochmotiviert. Viele junge KollegInnen machen engagiert mit. Aber Solidarität von außen ist zumindest an diesem Tag zu gering. Außer uns kommt in diesen vier Stunden augenscheinlich niemand sonst zu Besuch. In anderen Branchen wird weiter gearbeitet. Offensichtlich setzt die Regierung auf Aushungern und Ermattung. In anderen Branchen warten die KollegInnen ab. Alles setzt auf den Aktionstag &#8211; wenige Tage später &#8211; am 14. Juni, der mit einer Beteiligung in Millionenhöhe auch zum Erfolg wurde. Aber das reicht nicht aus. „Drei Tage landesweiter Generalstreik und die Gesetze wären weg“, sagt uns eine Kollegin in Nancy. </span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Wir bleiben dran. Solidarität tut not! Französisch lernen! Hoch die internationale Solidarität!</span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Text: Hans-Gerd Öfinger<br />
Fotos: Malte Mäckelburg</span></p>
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		<title>Unser Flugblatt für den 8. Juni 2016</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 19:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[EVG]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Presseerklärungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Schrumpfbahn, kein Rückzug der DB Cargo aus der Fläche! Kein Börsengang durch die Hintertür! Nein zu Privatisierung, Liberalisierung und Zerschlagung! Der Vorstand der Deutschen Bahn AG (DB) will den Weg in Richtung Privatisierung und Zerschlagung mit Riesenschritten fortsetzen. Der <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=909">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000;"><strong><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/flugi.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-910" title="flugi" src="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/flugi-300x186.jpg" alt="" width="300" height="186" /></a>Keine Schrumpfbahn, kein Rückzug der </strong></span><span style="color: #ff0000;"><strong>DB</strong></span><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #ff0000;"><strong>Cargo</strong></span><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;"><strong>aus der Fläche! Kein Börsengang durch die Hintertür! Nein zu Privatisierung, Liberalisierung und Zerschlagung!</strong></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000;">Der Vorstand der Deutschen Bahn AG (DB) will den Weg in Richtung Privatisierung und Zerschlagung mit Riesenschritten fortsetzen. Der DB-Aufsichtsrat soll über </span><span style="color: #000000;"><strong>Rotstiftpläne für DB Cargo</strong></span><span style="color: #000000;"> zur Schließung von Güterverkehrsstellen und Frachtbahnhöfen beraten. Gleichzeitig möchte der DB-Vorstand Anteile der international operierenden Konzerntöchter </span><span style="color: #000000;"><strong>DB Arriva</strong></span><span style="color: #000000;"> und </span><span style="color: #000000;"><strong>DB Schenker</strong></span><span style="color: #000000;"> per </span><span style="color: #000000;"><strong>Börsengang</strong></span><span style="color: #000000;"> an private Investoren verscherbeln. Bald sollen die </span><span style="color: #000000;"><strong>DB-Nachtzüge</strong></span><span style="color: #000000;"> endgültig auf das Abstellgleis geschoben werden.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000;"><strong>Diese Vorhaben sind Ausdruck ein und derselben Misere und müssen gemeinsam bekämpft und gestoppt werden. </strong></span><span style="color: #000000;">Der geplante Börsengang von DB Arriva und DB Schenker würde die hohen Renditeerwartungen privater Kapitaleigner im DB-Konzern zur Geltung bringen. Die Folgen wären bald in allen Geschäftsbereichen spürbar – zu Lasten von Beschäftigten, Kunden und Umwelt. Der Trend zum </span><span style="color: #000000;"><strong>Rückzug von DB Cargo aus der Fläche</strong></span><span style="color: #000000;"> und zur Verlagerung der Transporte auf die Straße über Gigaliner von DB Schenker würde ebenso gestärkt wie das DB-Fernbusgeschäft. Damit macht sich die Bahn selbst Konkurrenz und schwächt die Schiene. Die Streichung der Nachtzüge zwingt Reisende in den Flieger oder das Auto. </span><span style="color: #000000;"><strong>Statt Schrumpfbahn brauchen wir aber einen Ausbau des Güter-, Personen- und Nachtzugverkehrs.<span id="more-909"></span></strong></span><span style="color: #000000;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Über Jahre hat das DB-Management auf dem Weg an die Börse das globale Geschäft ausgebaut und seine Hausaufgaben im Inland vernachlässigt. Für geschönte Bilanzen und Renditen wurde auf Verschleiß gefahren und zu wenig in Infrastruktur und Wagenmaterial investiert. Bei DB Cargo fehlen Kräfte und Material, um alle Kundenanfragen zu bearbeiten. Nach dem gescheiterten Börsengang 2008 gab es keinen Kurswechsel. </span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000;"><strong>Wir fordern die ArbeitnehmervertreterInnen und VertreterInnen der Politik im DB-Aufsichtsrat auf, die Notbremse zu ziehen und die Kahlschlags- und Börsenpläne des DB-Vorstands zu stoppen.</strong></span><span style="color: #000000;"> Es ist höchste Eisenbahn, dass sich die DB von ihren Global Player-Träumen verabschiedet und auf das Kerngeschäft des inländischen Schienenverkehrs konzentriert. Die internationalen DB-Töchter dürfen aber nicht in den Besitz renditehungriger Anleger gelangen, sondern gehören im jeweiligen Land in öffentliche Hände und unter demokratische Kontrolle gestellt.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Seit über 25 Jahren drängen privates Kapital und EU-Kommission auf eine Liberalisierung, Zerschlagung und Privatisierung des Schienenverkehrs. Diese „<strong>Bahnreform“</strong> <strong>ist</strong> <strong>gescheitert</strong> und hat für Beschäftigte, Kunden und Umwelt große Nachteile gebracht. Der Anteil des Schienenverkehrs stagniert bzw. ist teilweise rückläufig. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Alle erfolgten Privatisierungen, Ausgliederungen und Aufspaltungen bestehender Eisenbahnen müssen rückgängig gemacht werden.</strong> In die Leitungsgremien der DB gehören kompetente Fachleute, die die Interessen aller Beschäftigten, der Öffentlichkeit und der Umwelt im Blick haben. <strong>Wir brauchen eine optimierte und transparente Eisenbahn in öffentlichem Besitz und unter demokratischer Kontrolle von Beschäftigten und Öffentlichkeit.</strong> Statt europaweitem Wirtschaftskrieg streben wir die Vereinigten Eisenbahnen von Europa an.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000;">Weitere Informationen, Hintergründe und Positionen findet Ihr auf unserer Website www.bahnvonunten.de.<br />
Bahn von unten, Postfach 2112, 65011 Wiesbaden, Tel. 00 49 611406807, Fax 00 49 3212 1392230, info@bahnvonunten.de, V.i.S.d.P.: Hans-Gerd Öfinger</span></span></span></p>
<p><a href="http://www.bahnvonunten.de/wp-content/uploads/2016/06/BVU_Juni_2016.pdf" target="_blank">Ausdrucken im pdf-Format</a></p>
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		<item>
		<title>Bahnmanager wieder auf Börsenkurs</title>
		<link>http://www.bahnvonunten.de/?p=895</link>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2016 09:42:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Konzern plant Teilprivatisierung von Tochterunternehmen. Offenbar will sich die Deutsche Bahn von Teilen einiger Gesellschaften trennen und sie an die Börse bringen. Die Arbeitnehmervertreter sollen zugestimmt haben. Einen neuen Anlauf zur Teilprivatisierung will der Vorstand der bundeseigenen Deutschen Bahn AG <a href="http://www.bahnvonunten.de/?p=895">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Konzern plant Teilprivatisierung von Tochterunternehmen. Offenbar will sich die Deutsche Bahn von Teilen  einiger Gesellschaften trennen und sie an die Börse bringen. Die  Arbeitnehmervertreter sollen zugestimmt haben.</strong></p>
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<p>Einen neuen Anlauf zur Teilprivatisierung will der Vorstand  der bundeseigenen Deutschen Bahn AG (DB) am Mittwoch vom Aufsichtsrat  absegnen lassen. Nach Medienberichten soll das Aufsichtsgremium in einer  Sondersitzung über den von DB-Chef Rüdiger Grube vorgelegten Antrag  abstimmen. Bis Herbst 2016 soll ein »detailliertes Umsetzungskonzept«  für einen Börsengang der international operierenden Tochterfirmen DB  Arriva und DB Schenker in drei Tranchen von 2017 bis 2019 vorgelegt  werden.</p>
<p>Als Rechtfertigung dient die hohe Verschuldung der Bahn, die bis 2020  auf 22,2 Milliarden Euro ansteigen könnte. 1994 war der aus Bundesbahn  (West) und Reichsbahn (Ost) gebildete Konzern schuldenfrei. Der  Börsengang sei unvermeidlich, um Verbindlichkeiten abzubauen und eine in  den letzten Monaten angekündigte »Qualitätsoffensive« im inländischen  Schienenverkehr finanziell abzusichern, so die Manager. Sie erwarten  Einnahmen von rund 4,5 Milliarden Euro. Beim Einstieg Dritter in Arriva  und Schenker handele es sich um eine »Minderheitsbeteiligung« bis zu 45  Prozent, heißt es in einer vertraulichen Beschlussvorlage.</p>
<p>Damit setzt der Vorstand nach achtjähriger Pause wieder auf die  Börse. Der letzte Ansatz zur Teilprivatisierung der für einen Börsengang  gegründeten Tochterholding DB Mobility&amp;Logistics AG war im Mai 2008  vom Bundestag abgesegnet worden. Den für Oktober 2008 geplanten  Börsengang blies der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD)  angesichts der hereinbrechenden Wirtschaftskrise kurzfristig ab. Nun  soll die Holding per Aufsichtsratsbeschluss aufgelöst werden.<span id="more-895"></span></p>
<p>Im Jahr 2010 hatten die auf einen Expansionskurs in der Verkehrs- und  Logistikbranche orientierten Bahnmanager die Konzerntochter Arriva  aufgekauft, die aus einem britischen Bus- und Bahnkonzern hervorgegangen  und als Nutznießer von Privatisierung und Liberalisierung groß geworden  war. Längst tragen europaweit von Italien bis Skandinavien und Portugal  bis Polen Bus- und Bahnflotten das DB Arriva-Emblem. Der Logistiker DB  Schenker gehört mit Flugzeugen, Schiffen und Lkw weltweit zu den »Global  Playern« und hat mit Schienenverkehr eigentlich nicht viel zu tun.</p>
<p>Beobachter gehen davon aus, dass die Börsenpläne im Aufsichtsrat  abgenickt werden und die Arbeitnehmervertreter im Gremium keinen  Widerstand leisten. Dafür spricht, dass sich die Gewerkschaften EVG und  GDL in ihren Publikationen zur Sache nicht äußern und somit ein  stillschweigendes Ja signalisieren. Man werde den Plänen zustimmen,  sofern die Auszahlung von Rendite »nicht zu Lasten der Arbeitnehmer«  gehe und die Verkaufserlöse »im Unternehmen bleiben und nicht in den  Bundeshaushalt fließen«, so ein EVG-Sprecher auf Anfrage. Dies lässt  ahnen, dass eine Zustimmung der Arbeitnehmerbank eingefädelt ist. Die  Forderung, die Erlöse nicht an den Bund abzuführen, ist nach  Insiderinformationen bereits dem Bundesverkehrsministerium abgetrotzt  worden. Martin Burkert, Vorsitzender des Bundestagsverkehrsausschusses  und EVG-Vorstandsmitglied, war für Nachfragen nicht zu erreichen.</p>
<p>»Die Pläne für die Teilprivatisierung sind brandgefährlich, weil dann  private Investoren Renditeinteressen direkt im Bahn-Konzern vertreten.  Die Infrastruktur wird mit allen negativen Folgen noch mehr unter  Gewinndruck gesetzt«, so die Abgeordnete Sabine Leidig (LINKE). Auch das  privatisierungskritische Bündnis »Bahn für Alle« warnt vor einem  Einstieg in die Privatisierung. Der unvermeidliche Renditedruck durch  private Aktionäre werde den Schienenverkehr schwächen und etwa über den  Einsatz von Gigalinern durch DB Schenker den Trend zur Verlagerung auf  die Straße stärken, so »Bahn für Alle«.</p>
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<p>Quelle: <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/1010700.bahnmanager-wieder-auf-boersenkurs.html">http://www.neues-deutschland.de/artikel/1010700.bahnmanager-wieder-auf-boersenkurs.html</a></p>
<p>Siehe auch:</p>
<ul>
<li> <a href="https://www.jungewelt.de/2016/05-04/021.php" target="_blank">Nächster Anlauf &#8211; Deutsche Bahn: Wenn es nach dem Willen des Vorstands geht, soll der  Aufsichtsrat am heutigen Mittwoch eine neue Phase der Teilprivatisierung  einleiten</a></li>
<li> <a href="http://live.rmt.netxtra.net/news/rmt-warns-of-new-threat-to-uk-rail-jobs/" target="_blank">Stellungnahme der britischen Bahngewerkschaft: RMT warns of new threat to UK rail jobs and services as Deutsche Bahn opens door to speculators.</a></li>
</ul>
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